Zielfisch Zander Tipps&Tricks

Zielfisch Zander Tipps&Tricks
Zielfisch Zander Tipps&Tricks

1. Zander Faulenzen am deutschen Rhein

Eine sehr beliebte Angelmethode von uns ist das "Faulenzen" mit schlanken Gummifischen. Eine einfache aber sehr effektive Methode um Zander zu überlisten! Was brauchen wir dazu? Eine Rute mit schneller Spitzenaktion z.B. Die Quantum Smoke bis 50gr. Wurfgewicht (wird von Marius gefischt), eine 2500er/3000er Stationär Rolle mit guter Bremse und eine Geflochtene z.B. Power Pro (sehr robust) von ca. 0,10- 0,18mm Durchmesser. Als Vorfach ist Fluorocarbon 0,35-0,55 die erste Wahl, aber im deutschen Rhein gibt es relativ viele Hechte und es ist waidgerechter ein dünnes Stahlvorfach (5Kg) zu nehmen. Das kann aber jeder für sich selber entscheiden....(Vorschriften beachten). Jetzt noch einen schlanken Gummifisch an den Jigkopf und los gehts! Ob No Aktion oder Low Aktion oder doch mehr Aktion (Größe und Form des Schwanzes :)), muß immer wieder getestet werden. Jetzt im Herbst/Winter suchen wir Buhnen die tiefer sind, Hafeneinfahrten oder Hafenbecken auf. Gerade bei kalten Wasser sind die Zander weniger aktiv und die Freßphasen sind kurz, um größere Zander zu überlisten benutzen wir jetzt Köder zwischen 13 und 20cm Länge. Der 13 cm Köder bringt in der Regel mehr Fische, aber oft auch nur kleine bis 55cm. Wer einen großen Köder nimmt geht hier und da leer aus, aber die Chance auf einen kapitalen Zander werden maximiert!! Ist eine gute Stelle gefunden, bleiben wir oft 2-3 Stunden dort und beangeln diese intensiv. Warum machen wir das, werden sich jetzt einige von euch fragen?! Warum nicht Strecke machen?! Okay ihr habt Recht, im Sommer macht das Sinn da die Zander viel aktiver sind und auch mehr "Strecke" machen. Jetzt im Winter warten wir lieber an einer guten Stelle bis das "Tock" kommt!! Zurück zum "Faulenzen", wenn das passende Bleikopf Gewicht gefunden ist, Werfen wir den Köder in den heißen Bereich und lassen ihn meistens mit geschlossenen Rollenbügel absinken. Dabei ist es sehr wichtig immer die Schnur auf Spannung zu halten, falls in dieser 1. Absinkphase ein Biss kommt. Ist der Bleikopf am Grund angekommen, sofort eine Kurbelumdrehung machen und wieder Absinken lassen..... Das Ganze immer und immer wieder. Natürlich könnt ihr auch eine halbe oder 2 und sogar 3 Umdrehungen machen. Je nach Tagesform der Zander! Ausprobieren bis der 1. Biss kommt! Viel Spaß und

Petri Heil


2. Mit Wobbler auf Zander

Gerade im Sommer lohnt es sich auf Zander mit Wobbler zu Angeln. Wir treffen uns so oft es geht nach Feierabend und machen dann ca 1 Stunde vor und ein paar Stunden nach Sonnenuntergang ein paar Wurf auf Zander mit flachlaufenden Wobbler. Dafür braucht ihr keine besonderen Ruten mit speziellen Fähigkeiten. Wir verwenden Ruten mit einem Wurfgewicht bis maximal 50 gr. und einer Spitzenaktion. Als Rolle nehmen wir eine 2500-3000er Stationäre mit einer ca 7-10 Kg geflochtene Schnur. Wir verwenden 7x7 Stahlvorfach, weil der Sorpesee sehr viele Hechte hat und wir doch den einen oder anderen Hecht im dunkeln fangen. Es gibt kaum eine leichtere Angeltechnik wie diese auf Zander. Wir kurbeln so langsam es geht den Wobbler ein und machen minimale Spinnstops. Oft fühlen sich die Bisse so an, als ob man seinem Köder durch eine Krautfahne gekurbelt hätte. Wir haben schon einige Zander auf Wobbler gefangen aber selten haben wir das harte TOCK von dem viele Leute reden gefühlt. Die Bisse sind sehr zaghaft und manchmal schieben die Zander den Wobbler erstmal an bevor sie beißen. Als Köder verwenden wir hauptsächlich Köder die eine rollende  Aktion haben. Wir achten stets drauf das die Schaufelköder nicht zu tief laufen. Im Sommer reicht es, wenn der Wobbler maximal 1 m tief läuft. Die Zander kommen Abends regelmäßig ins flache und jagen nach ihrer Beute. Wir werfen oft parallel zum Ufer, weil die Fische abends im knietiefen Wasser zu finden sind. Unsere Lieblingsfarben für das fischen mit Wobbler auf Zander ist ganz einfach gehalten und zwar Naturdekor, ein Schocker und die nicht zu unterschätzende Farbe schwarz.

Petri Heil 

Zander Wobbler: Länge ca. 7-15cm (flachlaufend)

z.B. Fisch&Fang Zanderkönig und Bomber Long A


Unsere Zander "Lieblingsköder"


Benny

  1. SPRO Komodo Shad
  2. Lieblingsköder
  3. Bass Assassin SeaShad
  4. Fox Rage Tidler Fast
  5. Keitech Easy Shiner

Marius

  1. Lieblingsköder
  2. SPRO Komodo Shad
  3. SPRO Bonny Shaker
  4. Zocca Baits

Marc

  1. Zocca Baits
  2. SPRO Komodo Shad
  3. Lieblingsköder
  4. ShadXperts Xtra Soft Nature
  5. SPRO Komodo Claw

Almir

  1. Lieblingsköder
  2. Bass Assassin
  3. Zocca Baits

Köder wie der SPRO Komodo und der SPRO Komodo Claw sind auf Zander sehr Erfolgreich. Unsere absolute "Lieblingsfarbe" ist Camo Perch


Zander Standplätze im Winter

Der Zander hält sich im Winter gerne da auf, wo auch die Futterfische sind und wo es eventuell wärmer ist! Bei fallenden Temperaturen sind das oft Bereiche mit wenig bis keine Strömung, z.B Hafenbecken/Einfahrten, Baggerseen mit Flußanbindung und große relativ tiefe Buhnen. Auch Kehrwasserbereiche sind im Winter durchaus noch zu beangeln. Warmwassereinläufe sind immer gut! Wenn man die richtige Stelle gefunden hat, bringt diese oft den ganzen Winter Zander. Viel Glück!

Tipps für Winterzander

  • Versucht Action und No Action Köder (oft ist No Action besser)
  • Ködergrößen zwischen 13cm- 20cm
  • Langsame Köderführung (im Winter sind die Fische träger)
  • Stellen mit wenig/ keine Strömung
  • Geduld und Ausdauer
  • Struktur suchen z.B. tiefer Löcher
  • Für extrem langsame Köderführung DropShot probieren
  • Leichtere Bleiköpfe fischen, damit der Köder langsamer absinkt
  • Wassertemperatur beachten/Thermometer (wo ist das Wasser wärmer?)
  • Warmwasser Einläufe sind immer gut!
  • Wo sind Futterfische?

Tipps für klares Wasser Allgemein

Naturfarbene oder dunkle Köder sind am Besten

In der Dämmerung oder Nachts gehen vorsichtige Räuber auf die Jagd

Die Fische sehen den Köder schon vom Weiten, führt euren Köder schnell!!

Bei viel Sonne, schattige Plätze beangeln!

Knotet vor die Geflochtene ein paar Meter Monofile Schnur und

verwendet Stahlvorfächer die möglichst dünn sind

Verwendet helle Schnüre

gibt es Stellen die etwas mehr getrübt sind z.B. Einläufe. Immer ein Versuch wert!


Gerät&Köder


Welche Rute zum Zandern?

Die Rute ist abhängig von der Technik die eingesetzt wird. Zum klassischen Gummifischangeln (jiggen/Faulenzen) verwenden wir Ruten mit einer schnellen Spitzenaktion. Dies ist wichtig um jeden Bodenkontakt des Jigkopfes und jeden Biss zu spüren. Der Anhieb kommt bei diesen Ruten schnell und hart durch, dies ist wichtig da Zander ein hartes Maul haben und der Haken sonst nicht greifen kann! Es gibt viele gute Ruten von verschiedenen Herstellern, wir verwenden z.B. die Shimano Yasei Aspius, Quantum Smoke und Spro Godfather. Das Wurfgewicht sollte je nach Köder und Gewässer abgestimmt sein. Als Richtwert ca. 10-60gr. Die Rutenlänge sollte zwischen 2,40 und 2,70 liegen.

Welche Rolle?

Stationär Rollen gr. 2500-4000 sind optimal. Wichtig ist das die Bremse ruckfrei arbeitet.

Welche Gummifisch Länge?

Die Gummifisch Länge machen wir gerne abhängig von der Jahreszeit. Im Frühjahr und Sommer sind Köder zwischen 7-15cm eine gute Wahl. Wird das Wasser im Herbst/Winter kälter, präsentieren wir auch gerne mal längere Happen bis 20cm. Schlanke Gummifische Action oder No Action.

Welche Köderfarbe?

Die Köderfarbe ist von vielen Faktoren abhängig! Eine große Rolle spielt natürlich die Wassertrübung, aber auch die Tageszeit und die Wetterlage. Auch die Wassertiefe in der geangelt wird ist ein wichtiger Faktor. Als Faustformel kann man sagen: Sonnenschein/klares Wasser-Naturfarbene und klare Köder, aber auch dunkle Köder (versucht mal Schwarz!!). Trübes Wasser Bewölkung-grelle Farben mit oder ohne UV und Farbkombi mt grellen Kontrasten (z.B.Pink mit Neon Grün).

Welche Jigköpfe?

Faustformel: So schwer wie nötig so leicht wie möglich......Ihr solltet spüren in der Rute, wenn der Bleikopf den Grund berührt! Ob Rund oder Football Kopf ist beim Jiggen unserer Meinung nach egal.


Stellen&Techniken


Welche Stellen auf Zander?

In Flüssen wie Rhein, Main, Donau und Elbe sind Stellen mit leichter bis mittlerer Strömung sehr gut. Wenn die Hauptströmung durch Felsen oder Bauwerke (z.B. Buhnen, Brücken, Hafeneinfahrten,...) "gebrochen" wird und sich dadurch eine Kehrströmung bildet noch besser. In diesen Bereichen liegen die Zander gerne am Grund in der Strömung. Werden die Zander aktiv wechseln sie auch gerne in Bereiche die ruhiger sind, da sich dort Futterfische aufhalten. In der kalten Jahreszeit wenn das Wasser sehr kalt ist, ziehen sich die Zander aus dem Fluß gerne in tiefe Hafenbecken zurück. In Seen muss nach "Struktur" am Grund gesucht werden. Generell ist ein harter/ kiesiger Grund am Besten.

In Kanälen reichen oft schon kleinste Veränderungen im Verlauf aus ( kleine Ausbuchtungen, Hafeneinfahrten/ Wendebecken...). Auch Spundwände gehören dazu (Angelt parallel zur Spundwand!!).

Techniken

-Jiggen und Faulenzen

-Vertikal an der Spundwand oder vom Boot

-Dropshot

-Texas u. Carolina Rig

u.v.m.


Gewässer& Jahreszeiten


Gewässer?

Gute Zander Gewässer sind alle großen Flüsse in Deutschland. Auch in zahlreichen Seen und Kanälen sind gute Zanderbestände vorhanden.

Jahreszeit:

Ganzjährig zu beangeln (Schonzeiten beachten)

Sommer:Dämmerung/Nacht

Winter/Frost: Mittags/Nachmittags